
Die vier Kriterien, die zählen
Alle Gratis-Tarife sehen auf der Übersichtsseite ähnlich aus. Der Unterschied liegt in vier Punkten, die selten prominent stehen:
- Wie sichtbar ist die Werbung des Anbieters, und steht sie auf jeder Seite?
- Wie sieht die Adresse aus, und dürfen Sie eine eigene Domain darauf zeigen lassen?
- Wie viele Unterseiten sind erlaubt?
- Kommen Sie mit Ihren Inhalten wieder heraus, und in welchem Format?
Was wir tatsächlich geprüft haben
Wir nennen hier nur, was wir bei den Anbietern selbst nachgelesen haben, zuletzt am 15. September 2026. Für WordPress.com, Google Sites, Webnode, Strato und Canva liegen uns keine geprüften Angaben vor; deshalb stehen sie in dieser Aufstellung nicht mit Behauptungen, sondern gar nicht.
- Jimdo Free: 0 Euro, Adresse auf jimdosite.com, 5 Unterseiten, Anbieterwerbung, keine eigene Domain, erweiterte SEO-Einstellungen ausgeschlossen (Ist Jimdo kostenlos)
- Wix Free: 0 Euro, Adresse auf wixsite.com, Wix-Branding auf der Seite, keine eigene Domain (Ist Wix kostenlos)
- IONOS: kein dauerhafter Gratis-Tarif mehr. Der Demo-Tarif des Homepage-Baukastens endet laut IONOS nach sieben Tagen automatisch, danach geht es nur mit einem bezahlten Paket weiter
Für Vereine und einfache Informationsseiten
Hier gewinnt Bedienbarkeit vor allem anderen, weil die Seite von wechselnden Ehrenamtlichen gepflegt wird. Jimdo Free ist in dieser Rolle stark: fünf Seiten reichen für Verein, Termine, Vorstand, Kontakt und Impressum, und im Raster kann wenig kaputtgehen.
Ein Punkt aus der Praxis: Legen Sie das Konto auf eine Vereinsadresse an, nicht auf die private E-Mail des aktuellen Vorstands. Der häufigste Grund, warum Vereinsseiten sterben, ist ein Zugang, den niemand mehr hat.
Für Portfolios und Gestaltung
Wix Free ist hier vorn, weil es visuell arbeitet und aus vorhandenen Bildern schnell etwas Vorzeigbares macht. Prüfen Sie das Ergebnis auf dem Telefon, bevor Sie zufrieden sind. Genau dort fallen frei platzierte Elemente auseinander. Den direkten Vergleich beider Anbieter finden Sie unter Jimdo oder Wix.
So prüfen Sie jeden anderen Anbieter selbst
Die Werbeseiten helfen wenig, die Vergleichstabelle schon. Suchen Sie dort nach den Zeilen zu Domain, Werbefreiheit und Seitenanzahl. Was in der Spalte des Gratis-Tarifs als ausgeschlossen markiert ist, ist die eigentliche Antwort. Achten Sie außerdem darauf, ob „kostenlos" einen Dauertarif meint oder eine Testphase, wie bei IONOS.
Legen Sie danach ein Testkonto an und schauen Sie sich die fertige Seite auf dem Telefon an, bevor Sie Arbeit hineinstecken. Zwanzig Minuten an dieser Stelle ersparen zwei Wochenenden am falschen Anbieter.
Für einen Betrieb
Keiner. Das ist keine Verkaufsaussage, sondern folgt aus dem zweiten Kriterium: Ohne eigene Domain und ohne E-Mail-Adresse mit Ihrem Firmennamen wirkt der Auftritt unfertig, und die eigene Domain führen sowohl Jimdo als auch Wix ausdrücklich als Merkmal der bezahlten Tarife.
Wenn das Geld knapp ist, hilft ein Gratis-Baukasten trotzdem wenig. Nützlicher ist ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil plus eine einzelne, ordentliche Seite unter eigener Domain. Das Profil kostet nichts und bringt in der örtlichen Suche kurzfristig mehr als alles andere. Günstige Wege dahin zeigt günstig eine Website erstellen lassen.
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