
Was wirklich nichts kostet
Zwei geprüfte Angebote kosten dauerhaft 0 Euro: Jimdo Free mit einer Adresse auf jimdosite.com und fünf Unterseiten, und Wix Free mit einer Adresse auf wixsite.com. Beide sind unter die beste kostenlose Homepage gegenübergestellt.
Das sind keine Testphasen, sondern Dauertarife. Der Anbieter finanziert sie über die eigene Werbung auf Ihrer Seite und über die Aussicht, dass Sie später wechseln. Beides ist offengelegt und legitim. Anders bei IONOS: Dort gibt es seit Kurzem nur einen Demo-Tarif, der laut Anbieter nach sieben Tagen automatisch endet (Stand 15. September 2026).
Die Domain: der harte Preis
Eine Adresse mit Ihrem Namen darin kostet je nach Endung 5 bis 20 Euro im Jahr. Das ist der einzige Posten, an dem sich nichts drehen lässt, denn die Vergabestellen verlangen Gebühren. Die Einzelheiten stehen unter Domain-Kosten pro Jahr.
Zur Größenordnung: IONOS bewirbt die .de-Domain mit 0,08 Euro im Monat für die ersten zwölf Monate, danach gelten 1,30 Euro im Monat, also 15,60 Euro im Jahr (Stand September 2026). Der beworbene Einstiegspreis liegt damit etwa beim Sechzehntel des Regelpreises. Rechnen Sie immer mit dem Regelpreis.
Warum kein Anbieter die Domain verschenkt
Weil er sie selbst bezahlen muss. Deshalb legt sie kein Gratis-Tarif bei: Jimdo und Wix führen die eigene Domain ausdrücklich als Merkmal der bezahlten Pakete.
Wenn ein Angebot dennoch eine kostenlose Domain verspricht, ist sie entweder im ersten Jahr enthalten und danach nicht mehr, oder sie steckt in einem Paketpreis. Beides ist in Ordnung, solange Sie den Preis für Jahr zwei kennen. Bei Wix etwa kostet die Verlängerung einer .com-Adresse inzwischen 25,40 Euro im Jahr, siehe Wix-Domain-Kosten.
E-Mail wird fast immer vergessen
Eine Adresse mit Ihrem Firmennamen dahinter braucht ein Postfach, und Postfächer laufen über einen bezahlten Vertrag. Jimdo listet in den Premium-Paketen, dass sich eine E-Mail-Adresse verbinden lässt; das Postfach selbst kommt anderswoher.
Wer die Website gratis hält und weiter über eine Freemail-Adresse schreibt, hat den Effekt der eigenen Domain zur Hälfte wieder aufgegeben.
Der Posten, den niemand aufschreibt
Ihre Zeit. Eine Seite, die vorzeigbar ist, entsteht nicht an einem Abend. Rechnen Sie mit zwei bis vier Wochenenden für den ersten Aufbau und einigen Stunden im Jahr für die Pflege. Die Schritte beschreibt Website kostenlos erstellen.
Bei einem Betrieb, der seine Stunde kalkuliert, ist das der größte Einzelposten der ganzen Rechnung. Das macht Gratis-Baukästen nicht schlecht. Es macht nur die Aussage falsch, sie seien umsonst.
Der günstigste ehrliche Weg
Wenn Sie so wenig wie möglich ausgeben wollen und trotzdem seriös auftreten müssen: Domain selbst registrieren für 5 bis 20 Euro im Jahr, Server dazu ab etwa 5 Euro im Monat, eine schlanke Seite darauf. Was eine Seite laufend kostet, rechnet Website-Kosten pro Monat durch.
Damit haben Sie den entscheidenden Unterschied gegenüber jedem Gratis-Tarif: Wechseln Sie später den Anbieter, bleibt Ihre Adresse gleich, und alles, was Google und Ihre Kunden über Jahre darüber gelernt haben, bleibt erhalten. Eine Adresse können Sie auch direkt bei uns über Domain bestellen sichern.
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